Knasthaus - Zur Fronveste
 
Hinter Schloss und Riegel fürstlich Speisen

Das originale Knasthaus in der Altstadt am Schwabenberg


Knasthaus     “Zur Fronveste”

Historischer Rückblick

Bereits im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts wurden klagen laut, daß die bisherige Fronveste aufgrund der  Baufälligkeit nicht mehr daß geeignete Gelaß für die Unterbringung der Gefangenen war. Nach Zustimmung durch Landtag und Herzog erfolgte im Jahre 1844 der Bau der Fronveste. Dazu wurde ein Grundstück von Müllermeister Fuchs, die Obere Mühle, erworben. In dieser Gegend ist nachweislich auch der Ursprung Meiningens gewesen. Bauleiter und Architekt war der bekannte Landbaurat Doebner. Dieser war unter anderem auch verantwortlich für den Entwurf und Bau von Schloß Landsberg, der Kapelle im Englischen Garten und dem Marstall. Im Spätsommer 1845 erfolgte die Fertigstellung der Fronveste. Der Bau des Gefängnisses kostete 20939 Gulden und 251/8 Kreuzer. Als erster Gast konnte schon im Oktober der Advokat Georg Zeiss zu einem längeren Aufenthalt “begrüßt” werden. In der Fronveste gab es 18 Zellen, das Vorführzimmer, zwei Zimmer und zwei Kammern für den Gerichtsdiener, eine Mägdekammer, eine Küche und eine Speisekammer. Die Zellen waren sehr spartanisch, nur mit einer Holzpritsche eingerichtet. Im Jahre 1879 wurde das rote Backsteingebäude nebenan fertig gestellt. Danach wurde die Fronveste als Frauengefängnis und das Nachbargebäude als Männergefängnis genutzt. Bis 1969 diente es noch als Gefängnis und wurde dann betrieblich genutzt. Nach privatem Erwerb im Jahre 1997 brachte es der Eigentümer auf den heutigen Stand.


Im Knasthaus befinden sich 6 Räume im oberen Zellentrakt und 3 Knaststuben für insgesamt bis zu 80 Personen im Erdgeschoss.

MEININGEN IN THÜRINGEN - ZUR FRONVESTE